Ich habe seit fünfzehn Jahren keinen Fernseher mehr und vermisse nichts. Im Gegenteil: Ich finde es wunderbar, bei meiner Freizeitgestaltung das Fernsehprogramm nicht mehr in Betracht ziehen zu müssen.

Sie bestätigen mir, dass ich meine Entscheidung noch nicht zu revidieren habe. Mit Sicherheit werde ich mit meinen Gebühren nicht die Existenz eines Mediums unterstützen, das Menschen eine Plattform dafür bietet, andere misshandeln zu können - ohne von Verantwortlichen qua fristloser Vertragskündigung, wie sie im Fall von Raabs Loch in einer zivilen Gesellschaft unbedingt angesagt gewesen wäre, dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.

ANNEGRET GALLUS, HANNOVER

Die berufliche Entwicklung des Stefan Raab ist mir unbekannt, aber mit der Art und Weise seiner Tätigkeit (die mit den Wörtern Werdegang und Arbeit verbundenen Werte sind positiv besetzt und deshalb auf Raab nicht anwendbar) scheint er sich für den Bereich des Gossenjournalismus entschieden zu haben und für diesen zu stehen. Das Verheerendste an diesem Mann ist seine offensichtliche Gewissenlosigkeit.

GÜNTER HAGEMANN, SCHNEVERDINGEN

Wie war es noch mal vor 2000 Jahren? Sensationslüsterne Menschen fragten, frei nach Monty Python's: Wo geht's hier zur Steinigung? Im Mittelalter rief der Mob: Auf den Scheiterhaufen mit ihnen! Ist es heute anders? Wohl kaum. Brot und Spiele nennen es die einen, Demokratie die anderen. Die Masse kann sich selbst nicht regieren (Ortega Y Gasset). Sie kann die Freiheit der Meinungsäußerung nur missbrauchen, wie eh und je.

ULA LEHMANN, MAINZ