Die PDS will sich in Die Linkspartei. umbenennen. Damit soll das Bündnis mit der linken Wahlalternative WASG für die geplante Bundestagswahl im September ermöglicht werden, sagte PDS-Chef Lothar Bisky gestern in Berlin. Der Name PDS könne dann nur noch in einzelnen Landesverbänden als Zusatz gewählt werden. Der ursprünglich vorgeschlagene Bündnis-Name Demokratische Linke.PDS habe sich aus wahlrechtlichen Gründen als nicht realisierbar erwiesen. Der PDS-Bundesvorstand will dem Bundesparteitag am 17. Juli den neuen Namen vorschlagen und ihn von den Delegierten beschließen lassen. Außerdem ist eine Urabstimmung der PDS-Mitglieder geplant. Vor knapp zwei Wochen hatten PDS und WASG verabredet, gemeinsam zur geplanten Bundestagswahl anzutreten. Weil aus zeitlichen Gründen allerdings ein Zusammenschluss beider Parteien vor der geplanten Bundestagswahl nicht mehr möglich ist, sollten WASG-Mitglieder auf PDS-Listen als Kandidaten antreten. Die PDS kann nach Aussage ihres Wahlkampfleiters Bodo Ramelow bis zur vorgezogenen Bundestagswahl kein Bündnis mit der WASG eingehen. "Um es aus Gründen des Wahlrechts klar zu sagen, zur Bundestagswahl tritt die PDS an - und das tut sie mit offenen Listen", sagte Ramelow der Wochenzeitung Freitag . "Es wird kein Bündnis zur Bundestagswahl geben, weil das nach dem deutschen Wahlrecht verboten ist", bekräftigte Ramelow. "Je mehr solche Formulierungen in der Öffentlichkeit hin und her debattiert werden, desto mehr lädt man die Konkurrenz dazu ein, uns den Zugang zur Wahl zu versperren", betonte der PDS-Politiker. "Mit dem neuen Namen wollen wir auch ein Zeichen setzen, dass wir etwas Neues beginnen wollen", sagte Bisky. Die historische Chance für eine gemeinsame linke Partei in West- und Ostdeutschland dürfe 15 Jahre nach der Einheit nicht wegen Streitereien um den Namen vertan werden. In den vergangenen Wochen hatten PDS und WASG heftig um einen neuen Namen für die künftige gemeinsame Partei gerungen. In vielen Landesverbänden waren die Vorbehalte gegen einen Parteinamen, der das Kürzel PDS enthält, sehr groß.PDS-Wahlkampfleiter Bodo Ramelow räumte ein, dass der alte Name PDS ursprünglich für unverzichtbar gehalten wurde und viele Parteimitglieder noch an ihm hängen würden. "Wir müssen noch die Herzen unserer Mitglieder für den neuen Namen entflammen." Er fügte hinzu, auch mit dem neuen Namen wüssten die Wähler woran sie sind. Auch die Drohung der Berliner Splitterpartei Demokratische Linke , vor Gericht gegen den ursprünglich geplanten Bündnis-Namen vorzugehen, habe zur Entscheidung beigetragen, sagte Ramelow. Die PDS sei zwar bereit gewesen, um den Namen zu prozessieren, aber die Demokratische Linke habe mit einer Einstweiligen Verfügung noch vor dem möglichen Wahltermin gedroht.