Peter Schneider:

Lenz

Rotbuch Verlag, Hamburg 2005 - 111 S., 7,90 e

Die 68er kommen ins Rentenalter, was niemanden überrascht, nur sie selbst, und Peter Schneider, der in diesem Jahr 65 geworden ist, lässt seinen Lenz noch einmal erscheinen, jene sich auf Büchner beziehende Geschichte eines linken Berliner Studenten, der, verlassen von seiner Geliebten, aus allen emotionalen und theoretischen Gewissheiten herausfällt und in Italien eine lebensfrohe Sinnlichkeit wiederfindet. Da ist also auch ein schöner Taugenichts-Klang dabei, und wer die vor nunmehr 32 Jahren geschriebene, rasch zum Kultbuch einer Generation gewordene Erzählung wieder liest, wird nostalgische Gefühle kriegen, aber auch sehen, mit welcher Sprachbegabung und Beobachtungskraft schon der junge Schneider erzählen konnte.

Uwe Timm:

Die Stimme beim Schreiben

Hrsg. Martin Hielscher - dtv, München 2005 - 478 S., 10,- e