Italienische Krankheit nannte man die Syphilis in Frankreich, französische Krankheit hieß sie in Italien. Nun gibt es gute Gründe, die beim Geschlechtsverkehr übertragene Infektion deutsche Krankheit zu nennen. Gerade hat das Robert Koch-Institut in seinem Epidemiologischen Bulletin eine Bestandsaufnahme der Syphilisverbreitung veröffentlicht. Gegenüber dem Vorjahr stieg 2004 die Zahl der Fälle um 14 Prozent auf 3345. Besonders unter Männern grassiert die Lustseuche. Während in den Großstädten wie Frankfurt und Köln die Infektionsraten auf sehr hohem Niveau stagnieren, infizierten sich immer mehr Menschen auf dem Land. Besonders bei Heterosexuellen verbreitet sich die Krankheit, auch bei Frauen. Womöglich haben vermehrt bisexuelle oder nicht offen schwule Männer den Erreger an ihre Partnerinnen weitergegeben.

Didgeridoo-Virtuosen halten dicht. Um dem australischen Blasinstrument spektakuläre Töne zu entlocken, schließen Profis die Öffnung ihrer Stimmritze. So erzeugen sie im Mund stärkere Resonanzen als Anfänger, bei denen die Lunge den Klang absorbiert (Nature, Bd. 436, S. 39).