Bislang ist der Gang zum Schlachter eine Qual. Die Tiere werden mit Gewalt gezwungen, an einen unbekannten Ort zu gehen. Ein von uns trainiertes Rind geht ahnungslos in den Tod, denn es glaubt, die Umgebung zu kennen. Es denkt: Prima, gleich gibt es etwas zu essen! Es hat seinen Frieden und der Mensch am Ende Fleisch von bester Qualität. Sie sehen das, wenn Sie das Steak in die Pfanne hauen: kein Blut, kein Schaum. Das Fleisch ist mürbe und zergeht auf der Zunge wie Carpaccio.

Wie verhindern Sie, dass der Transport zum Schlachthof die Rinder in Unruhe versetzt?

Auch daran haben wir gedacht. Mehrmals während ihres Lebens werden sie von einer leer gefressenen Weide zu einer frischen transportiert, wo saftiges Gras sie erwartet. Die Tiere lernen, freiwillig den Anhänger zu besteigen.

Denn nach dem zweiten, dritten Transport wissen sie: Nach einer kurzen Fahrt komme ich an einen neuen Ort, wo es feinstes Grünzeug gibt.

Wann wird Ihr Trainingscamp eröffnet?

Voraussichtlich in der letzten Septemberwoche.

Sind Wissenschaftler beteiligt?