Alexander, vier, war begeistert. Er will unbedingt wiederkommen und jeden Tag in den Safari Club am Strand, obwohl er außer Max niemanden verstand, denn die restliche Kinderschar sprach Italienisch oder Englisch, Deutsch und Spanisch nicht. Egal. Seine Mutter, gestresst von ihrem Managerjob im heißen Madrid, fand, so etwas Schönes habe sie noch nicht gesehen, obwohl sie schon ein wenig herumgekommen ist in den Fünf-Sterne-Hotels der Welt (Nur eine Woche hier, und ich bin topfit). Die alte Tante war, berufsbedingt und von Natur aus, zunächst skeptisch. Mal sehen.

Sie landeten in Cagliari an der Ostküste von Sardinien, ganz unten im Süden, und nach einer Dreiviertelstunde Autofahrt in der samtigen Welt des Luxus und der Perfektion. Diese Welt beginnt hinter einem Schlagbaum und endet am kilometerlangen Strand des türkisblauen Mittelmeeres, dazwischen liegen 25 Hektar Küstenlandschaft mit tropischem Garten, einem Fünf-Sterne-Urwald, gepflegt und ungefährlich. Dieser Urwald-Park-Garten ist ein großer Zauberer.

Er verschluckt, was auf dem Papier abschreckt: Sieben Hotels mit unzähligen Bungalows für über tausend Gäste in der Hochsaison von Juli bis August, Restaurants, Swimmingpools und Thalasso-Spa verschwinden hinter Pinien, die haushoch in den Himmel wachsen, und Palmen jeglicher Provenienz, hinter Oleander, Bougainvilleen, Hibiskus, Jasmin, Orangen- und Zitronenbäumen und so weiter und so weiter.

Hier werden sie bleiben und keinen Fuß vor den Schlagbaum setzen (na gut, ein Ausflug in die Berge, Ziegen treffen, die es reichlich geben soll auf dieser bestimmt sehr schönen Insel). Ihre Insel ist das Forte Village und die Villa del Parco, mit der vor 35 Jahren alles begann, als ein gewisser Lord Forte, ein Italiener, der zwischen den Weltkriegen nach London ausgewandert war und dort sein erstes Geld mit Eiscremekarren machte, dieses herrliche Stück Küstenland gekauft hatte.

Die Villa hat zwei Stockwerke, die drei wohnen unten, und wenn sie am frühen Abend heimkommen, steht auf ihrer Veranda eine kühle Flasche Wein samt zierlicher Etagere mit kleinen Köstlichkeiten. Morgens fallen sie aus dem Bett hinein in einen Pavillon, wo das Frühstück serviert wird von makellosen Obern - sie gehören zu jener großartigen Armee der achthundert, die sich Tag und Nacht auf den verschiedensten Posten der Perfektion zu widmen scheinen.

Abends steigen die drei auf das Dach ihrer Villa, wo eines der schönsten Restaurants des Forte Village untergebracht ist, das Belvedere. Müssen wir etwas sagen über die italienische Küche? Nein! Sie ist natürlich auf dem Dach der Villa so gut wie unten am Meer im Le Dune mit seiner offenen Fensterfront oder in der Pizzeria am Strand.

Das Kind hat seine eigene Agenda, denn es ist vom ersten Tag an fasziniert vom Miniclub. Dort gibt es alles und noch viel mehr! Zum Beispiel eine elektrisch betriebene Bimmelbahn, mit der man kreuz und quer über die stets blank geputzten Terrakottawege durch das Village fahren kann, um auf den Fußballplatz zu gelangen, oder zum Tennis, Bowling, Trampolin und Go-Kart.