Mehr als 25.000 Pfund darf niemand verleihen, andernfalls gilt der Anleger als gewerblicher Kreditgeber. Um das Risiko für den Anleger gering zu halten, wird die verliehene Summe nicht an eine einzelne Person ausgezahlt, sondern über mindestens 50 Schuldner verteilt. Kein Schuldner bekommt mehr als 500 Pfund eines einzelnen Verleihers. Rechtlich gesehen, schließt ein Anleger, der 1000 Pfund verleiht, 50 Verträge mit Kreditnehmern über je 20 Pfund. Weil die Gelder auf so viele Schuldner verteilt werden, gibt es immer mal wieder für bestimmte Kombinationen von Kreditsumme und -laufzeit nicht genügend Geld. So warteten vor kurzem Kredite in Höhe von mehr als einer Million Pfund auf Schuldner, für einen Kredit von 1000 Pfund über ein Jahr aber war nicht genügend Geld vorhanden.

Wer sich Geld leihen will, muss, wie bei konventionellen Bankkrediten, seine Bonität überprüfen und sich von Zopa in vier Bonitätsstufen von A bis D einteilen lassen. Nur A- und B-Kunden bekommen Kredite, und A-Kunden zahlen weniger Zinsen als B-Kunden. Die Einteilung basiert auf einem numerischen Rating von Equifax, einer der deutschen Schufa vergleichbaren Auskunftei. Zusätzlich erfragt Zopa Daten zur individuellen Vermögens- und Einkommenssituation. Da ein Kreditnehmer Geld von mehreren Anlegern erhält, setzt sich sein Zinssatz aus den Zinssätzen zusammen, die die beteiligten Anleger für ihren Anteil fordern. Sind die potenziellen Schuldner mit der angebotenen kumulierten Rate nicht zufrieden, können sie selbst einen Satz vorschlagen. Potenzielle Kreditgeber können ihre Forderungen entsprechend ändern.