Im Bundesvorstand der CDU ist sie schon, nun soll sie auch Vorstandsmitglied der IG Metall werden: Stimmt der IG-Metall-Beirat zu, wird die ehemalige saarländische Arbeitsministerin Regina Görner voraussichtlich im September in die erste Riege der größten deutschen Gewerkschaft vorrücken und dort den CDU-Mann Erwin Vitt ablösen, der in den Ruhestand geht. Es sei eben in diesen Zeiten sehr interessant, für die Gewerkschaften zu arbeiten, begründet Görner ihren Schritt.

Erfahrung in der Gewerkschaftsarbeit konnte die 55-Jährige schon in den neunziger Jahren beim Deutschen Gewerkschaftsbund sammeln, wo sie neun Jahre lang ebenfalls im Vorstand saß. Zuvor war die promovierte Geschichts- und Sozialwissenschaftlerin persönliche Referentin der Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU). Während ihrer Amtszeit als Ministerin in Saarbrücken von 1999 bis 2004 machte sich Görner unter anderem wegen ihres Engagements für psychisch Kranke auch über das Saarland hinaus einen Namen.