Mandelsohn: Es wäre schön, wenn die USA und Japan unserem Vorschlag zum Abbau der Exportsubventionen folgten. Wir sollten unseren Einfluss nutzen, um eine multilaterale Lösung für die Entwicklungsländer zu finden. In der Agrarpolitik haben wir außerdem die Förderung von der Produktionsmenge abgekoppelt. Auch da sollten andere folgen.

ZEIT: Aber wäre es nicht im ureigenen Interesse der EU, Subventionen zu streichen?

Mandelsohn: Entwicklungsländern würde das nur partiell helfen. Wenn wir hingegen andere Länder auch dazu bewegen, vervielfachen wir den Effekt für sie.

ZEIT: Was wäre das beste Resultat des G8-Gipfels für die armen Länder?

Mandelsohn: Maximaler Schuldenerlass. Maximale humanitäre Hilfe sowie das Vorhaben, dass die Doha-Runde den Entwicklungsländern hilft. Aber nicht nur den großen, die sehr wettbewerbsfähig sind…

ZEIT:Brasilien, Indien, China.

Mandelsohn: …sondern auch den ärmsten Ländern. Sie brauchen "aid for trade" – Hilfe, um Handel treiben zu können.