Die ZEIT-Liste – Seite 1

Belletristik

1. Paul Nizan: Das Leben des Antoine B.
DuMont; 19,90 €
Die Geschichte eines Eisenbahners: Roman in der großen Tradition des französischen Realismus – und zugleich die Entdeckung des Absurden

2. Fred Wander: Der siebente Brunnen
Wallstein; 19,– €
Ein aufsehenerregender Roman über das Alltagsleben im Konzentrationslager Buchenwald

3. Nick Hornby: A long way down
A. d. Engl. von Clara Drechsler und Harald Hellmann; Kiepenheuer & Witsch; 19,90 €
Ein Gipfeltreffen der Lebensmüden: Ein infernalisches Palaver, auf einem Londonder Hochhaus tagt der Zauberberg des 21. Jahrhunderts

4. Jakob Wassermann: Mein Weg als Deutscher und Jude
Jüdischer Verlag; 19,80 €
Erinnerung an eine Jugend im 19. Jahrhundert: Trotzig-melancholisch, leidenschaftlich

Sachbuch

1. Wuppertal-Institut (Hrsg.): Fair Future
C. H. Beck; 19,90 €
Ein wissenschaftlich fundierter Aufruf an die Verbraucherklasse der Welt, die Ressourcen des Erdballs endlich gerecht zu verteilen

Die ZEIT-Liste – Seite 2

2. Volkmar Sigusch: Neosexualitäten
Campus; 24,90 €
Das Lieben ist komplexer, als es die Biologen gern hätten. Siguschs Essays geben dem Begehren seine Vertracktheit zurück

3. Volker Reinhardt (Hrsg.): Deutsche Familien
C. H. Beck; 24,90 €
Zwölf Porträts von Familien, die die deutsche Politik, Kultur und Wirtschaft der letzten 200 Jahre in entscheidendem Maße geprägt haben, geschrieben von namhaften Historikern

4. Erhard Eppler: Auslaufmodell Staat?
Edition Suhrkamp; 9,– €
Erfrischendes Plädoyer gegen den neoliberalen Zeitgeist. Man liest Eppler mit ein wenig Melancholie. Über solche Köpfe verfügte die SPD einst!

Die Jury: Ulrich Greiner, Konrad Heidkamp, Susanne Mayer, Iris Radisch, Elisabeth von Thadden, Volker Ullrich