Die Kaliningrader begingen drei Tage lang den 750. Geburtstag ihrer für 30 Millionen Euro so frisch herausgeputzten Stadt. Das einst so ramponierte Königstor mit seinen in Stein gehauenen Nobilitäten Ottokar II., Friedrich I.

und Herzog Albrecht glänzte. Am Sonntag besuchten auch Wladimir Putin und Gerhard Schröder das ehemalige Königsberg. Wie bei Geburtstagen üblich, war der Gabentisch reich gedeckt. Die Hamburger ZEIT-Stiftung zeigte sich von allen besonders schenkfreudig. Im Historischen Museum präsentierte sie Teile der lange verschollenen, geschichtsträchtigen Prussia-Sammlung, die mit ihrer Hilfe restauriert worden war. Der staatlichen Kunstgalerie schenkte die Stiftung eine Sammlung kostbarer Druckgrafiken des Ostpreußen Lovis Corinth.

Und die von Marion Dönhoff herbeigezauberte Kant-Statue steht nun seit 13 Jahren vor der Universität, die jetzt den Namen des Philosophen trägt. Marion Dönhoff hätte dies gefallen, auch das riesige gelbe, leicht lädierte Emailleschild, das in einem Café der Stadt hängt: Lest die Königsberger Allgemeine Zeitung.