Das heiße und trockene Wetter übt einen psychologischen Einfluss auf die Aktienhändler aus, heißt es an der Börse. So treibt die Aussicht auf eine drohende Stromkrise die Aktienkurse der Versorger nach oben. Innerhalb eines Monats stiegen die Papiere von E.on um rund fünf Prozent im Wert, die Anteilsscheine des Konkurrenten RWE sogar um knapp acht Prozent. Aber nicht allein die hohen Temperaturen sind dafür verantwortlich. Die Großhandelspreise an der Leipziger Stromhandelsbörse klettern schon länger - seit Jahresbeginn um zehn Prozent. Und weil diese im Lauf des Jahres an die Verbraucher weitergegeben werden dürften, wittern manche Anleger bald höhere Profite bei den Stromkonzernen.