Bei einem Zugunglück im Süden Pakistans sind mindestens 100 Menschen getötet worden. Bahnbeamte sagten, die Zahl der Opfer könne auf mehr als 200 steigen. Der private Nachrichtensender Geo TV meldete unter Berufung auf die Polizei, knapp 1000 Passagiere seien beim Zusammenprall dreier Personenzüge in der südpakistanischen Provinz Sindh verletzt worden. 17 Waggons seien zerstört worden.Nach Angaben der Bahnbehörde stand einer der Züge am frühen Morgen im Bahnhof des Ortes Sarhad, als ein zweiter Zug auffuhr. Als die Passagiere aus den beschädigten Waggons aussteigen wollten, raste ein dritter Zug in die Unglücksstelle hinein, der aus der Hafenstadt Karachi kam. Bahnchef Abdul Wahab Awan sagte, der Zugführer des Expresszugs aus Karachi habe ein rotes Stopp-Signal nicht beachtet. Statt zu stoppen, sei er weitergefahren.Bahnbeamte vor Ort sagten, viele der Toten seien durch die Wucht des Zusammenpralls bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Geo TV berichtete, überall auf dem Bahnhof lägen Leichen. Verwundete weinten. Krankenwagen aus der Umgebung seien zum Unfallort geeilt. Armee und Polizei würden bei den Rettungsarbeiten eingesetzt. Es handelt sich um eines der schwersten Zugunglücke in der Geschichte Pakistans.