Cornelius Borck:

Hirnströme

Eine Kulturgeschichte der Elektroenzephalographie - Wallstein Verlag, Göttingen 2005 - 382 S., 34,- e

Elektrisierend: Da soll das menschliche Gehirn doch tatsächlich schreiben könnnen! Es handelt sich, staunt der Düsseldorfer Stadt-Anzeiger am 6.

August 1930, um die Aufzeichnung der Gedanken in Gestalt einer Zick-Zack-Kurve! Der Geschichte einer Technik, des so genannten EEGs, ihrer Faszination und der Enttäuschungen, die diese Technik hinterließ, hat der Medizinhistoriker Cornelius Borck, der heute in Montreal lehrt, seine Studie Hirnströme gewidmet. Sie führt exemplarisch vor, was Wissenschaftsgeschichte vermag: darzustellen, wie Wissen entsteht, wie es die Forschung verändert und wie die Öffentlichkeit den Resonanzraum des Fortschritts bildet.

Hans Joas, Klaus Wiegandt (Hrsg.):

Die kulturellen Werte Europas