Die Briten wollen Afrikas Elend bekämpfen. Dafür ist nicht nur mehr Geld nötig, sondern auch weniger Handel mit Kleinwaffen: vom Revolver bis zum Granatwerfer. Die allermeisten werden in amerikanischen, russischen oder europäischen Waffenschmieden hergestellt. Und auch wenn die EU sich das Prinzip Alles außer Waffen für ihren Handel mit Entwicklungsländern verordnet hat (und gleichwohl ein Viertel des Weltmarktbedarfs deckt), findet viel Gerät über dunkle Kanäle seinen Weg auf den Schwarzen Kontinent. Jack Straw, der britische Außenminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende, machte in Brüssel jetzt einen Vorschlag, wie aus Absicht endlich Wirklichkeit werden könnte. Ein Internationaler Vertrag über Waffenhandel müsse her. Am einen Ende des Verhandlungstisches die Produzenten, am anderen die Abnehmer. Und in der Mitte ein Konvolut strengerer Kriterien. So kann der Zugang wenigstens erschwert werden, hofft Straw und macht sich keine Illusionen. Weniger wäre schon mehr. Selbstkritisch räumte er ein: Wir hätten das schon früher versuchen sollen, fangen wir wenigstens jetzt damit an.