Das Abitur berechtigt zum Besuch einer Hochschule. Aber macht es auch fit fürs Studium? Das Hochschulinformations-System in Hannover hat diese Frage jenen gestellt, die es am eigenen Leib erfahren: Studenten aller Fachrichtungen.

Das Ergebnis der repräsentativen Online-Befragung von knapp 2700 Studenten in ganz Deutschland ist so schlecht nicht. Immerhin 40 Prozent der Studenten sagen: Ja, die Schule macht studierfähig. 24 Prozent der Befragten allerdings sind der Meinung, dass die Schule sie nicht ausreichend auf das Studium vorbereitet hat. Die Studenten konnten auch sagen, welche bildungspolitischen Maßnahmen sie für vordringlich halten. Ganz vorn stehen mehr Tutorien (23 Prozent), Vorbereitungskurse vor Studienbeginn (20 Prozent), mehr Mentorenprogramme (19 Prozent), kurz: Die Studenten wünschen sich eine bessere Betreuung durch die Hochschule, um den Übergang von der Schule zu erleichtern. Was nicht bedeutet, dass die meisten eine Verschulung des Studiums fordern, denn das tun nur sechs Prozent. Was auffällt: Auch wenn ein Viertel der Studenten der Schule Versagen vorwirft und besonders Mängel im Einüben von Referaten, Recherchearbeiten und der Computernutzung beklagt werden, sehen die Befragten den größeren Änderungsbedarf an den Hochschulen.

Mehr Pflichtfächer in der Oberstufe wollen immerhin acht Prozent.