Das erste Mal nach dem Absturz der Raumfähre Columbia vor zweieinhalb Jahren ist vom amerikanischen Weltraumbahnhof Cape Canaveral wieder ein Space Shuttle gestartet. Die Discovery hob am Dienstag mit sieben Astronauten an Bord pünktlich um 16.39 Uhr mitteleuropäischer Zeit ab.

Die ersten Flugminuten, in denen die Feststoffraketen und der Außentank abgetrennt wurden, verliefen nach Angaben der Weltraumbehörde Nasa nach Plan und ohne Zwischenfälle. Für den Notfall wurde Saragossa in Spanien als Landeplatz vorgesehen. Die Raumfähre flog mit einer Geschwindigkeit von mehr als 27.000 Stundenkilometern.

Am Donnerstag um 13.18 Uhr soll die Raumfähre an der mehr als 350 Kilometer über der Erde kreisenden internationalen Raumstation ISS andocken. Die Landung in Cape Canaveral ist für den 7. August geplant.

Wichtigste Aufgabe während des zwölftägigen Einsatzes ist nach Angaben der Nasa, den Shuttle auf mögliche Defekte im Weltall zu untersuchen und neue Technologien für die Reparatur von Hitzekacheln auszuprobieren. Außerdem sollen 15 Tonnen Verpflegung und Ausrüstung zur ISS gebracht werden.

Die Raumfähre Columbia war bei ihrem letzten Flug während des Landeanflugs zerstört worden, weil beim Start der Fähre Hitzekacheln durch ein abgerissenes Teil der Treibstofftanks beschädigt worden waren. Daraufhin hatte die Nasa alle weiteren Starts ausgesetzt.

Nachdem der Start der Discovery nun geglückt ist, können auch die europäischen Forscher wieder hoffen. Sie warten darauf, dass das Forschungslabor Columbus an die ISS angedockt wird. Noch steht das Labor in Bremen. Es kann nur von einem Space Shuttle in den Orbit gebracht werden.