Erst die Anschläge in London , nun die Massaker in Ägypten , dazu beinahe täglich Blutbäder im Irak: Der islamistische Terrorismus betreibt systematisch Massenmord. Zu den Opfern des Dschihad zählen Muslime, Christen, Juden . Keine Nation wird ausgespart.

In Europa sollte man Abschied nehmen von einer kurzsichtig-geschichtslosen Betrachtungsweise: Appeasement ist keine Option. Der blutige Kampf gilt nicht allein westlichen Demokratien. Die gesamte zivilisierte Welt sieht sich mit einer als existentiell empfundenen Bedrohung konfrontiert.

Die Eskalation des Terrors auf den Irakkrieg zurückzuführen heißt al-Qaida auf den Leim gehen. Der Kampf für ein weltumspannendes Kalifat begann mit der islamischen Revolution des Ayatollah Khomeini im Iran. Khomeini gab das Leitmotiv aus, das Islamisten seither rund um die Welt, von Afrika über New York, Bali, Istanbul, Casablanca bis London und Sharm al-Scheich in die blutige Tat umsetzen: "Tötet die Ungläubigen".

Gewiss handelt es sich um eine pervertierte Deutung des Islam. Doch sie hat Millionen von Gemütern vergiftet und tausende in einen Todeskult getrieben , der nun auch inmitten der multiethnischen Gesellschaften Europas floriert. Die Frontlinie des Konfliktes mit dem totalitären Islam verläuft durch unsere Vorstädte.

Das macht es noch schwieriger, die richtige Antwort zu finden. Polizeiliche Aktionen allein reichen nicht. Allen voran bedarf es aktiver Hilfe der muslimischen Minderheiten, das fundamentalistische Virus in ihren Reihen zu bekämpfen. So oder so bleibt eine bittere Erkenntnis: Wir werden noch lange mit dem Terror leben müssen.