6,5 Millionen Euro! Künftig soll Michael Ballack 20-mal so viel verdienen wie der Bundeskanzler, was gerecht ist, weil er auch 20-mal so gut Fußball spielt wie Acker Schröder. Im Ernst: Ballack soll ungleich mehr verdienen als die anderen Ligaspieler, obwohl er doch nur ein paar Prozent besser ist. Das bestätigt die These von der Alles für den Gewinner-Wirtschaft, wonach Spitzenleute absahnen, während die Horde weniger bekommt als vorher.

Julia Roberts nimmt 20 Millionen für einen Film, andere Schauspieler drehen für ein paar Kröten. Michael Schumacher kassiert ab, obwohl die Konkurrenz doch nur ein paar Millisekunden hinterherfährt - pardon: -fuhr. Weil die Fans ihre Stars lieben, sind sie ihr Geld wert. Aber merkwürdig: Auch in Chefetagen scheinen Starallüren die Höhe der Bezüge zu bestimmen. Wie sonst könnte der Vorstand von DaimlerChrysler pro Kopf 50 Prozent mehr einstecken als der von BMW, wo doch die Bayern, nicht die Schwaben, von Erfolg zu Erfolg düsen?