Sommer. Wolkenmassen und ihre Spiegelung im Wasser der Flensburger Förde, eine Frau am Strand. Erich Heckels Bild "Gläserner Tag" entstand 1913 und fasst kristallin klar jenen utopischen Raum, den die Künstlergruppe Die Brücke mit ihrer Gründung 1905 in Dresden vor Augen hatte. Malen, was ich fühlend sehe! Befreiung aus den Zwängen des alten Jahrhunderts! Die Zukunft verkündet von Nietzsche: "Was groß ist am Menschen, das ist, daß er eine Brücke und kein Zweck ist: geliebt werden kann am Menschen, das ist, daß er ein Übergang und kein Untergang ist", ruft Zarathustra doch ihnen zu, dem Heckel und seinen Freunden Karl Schmitt-Rottluff, Ernst-Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Otto Mueller, Fritz Bleyl sowie dem Freund Emil Nolde. Der Band enthält, nebst einer Einführung, eine Auswahl von 99 kommentierten Gemälden.