Die Giftigkeit von Uran hängt nicht nur von der Dosis ab. Die Toxizität des Schwermetalls, das die Nieren schädigt, wird auch bestimmt von der chemischen Verbindung, in der es vorliegt. Da Uran in Lebensmitteln und Trinkwasser jedoch nur in Spuren enthalten ist, konnte dort die Art seiner Verbindung bislang nicht bestimmt werden. Das Institut für Radiochemie des Forschungszentrums Rossendorf hat jetzt ein Verfahren entwickelt, mit dem der chemische Zustand von Uran in Trinkwasser erstmals direkt analysiert werden kann. So lässt sich die Gefährlichkeit einer Uranmenge besser abschätzen.

Vielleicht muss der bislang gültige pauschale Grenzwert von 15 Mikrogramm pro Liter für Erwachsene künftig genauer definiert werden.

Katzen naschen zwar gern, aber keine Süßigkeiten. Denn Süßes können sie aufgrund eines defekten Gens nicht schmecken, haben Wissenschaftler vom Monell Chemical Senses Center in Philadelphia herausgefunden. Das Gen enthält die Bauanleitung für eine der beiden Eiweiß-Untereinheiten, aus denen sich bei Säugern der Rezeptor für Süßes zusammensetzt. Wegen des Defekts wird das Protein T1R2 nicht gebildet, sodass der Rezeptor nicht funktioniert (PLoS Genetics, Bd. 1, S. e3). Auch bei Tigern und Jagdleoparden fanden die Forscher das defekte Gen.

Fuchsbandwürmer haben sich stark ausgebreitet. Im Westen von Thüringen ist inzwischen jeder zweite Fuchs mit den Parasiten infiziert, ergab eine Studie des Friedrich-Loeffler-Instituts. Auch in Brandenburg ist der Fuchsbandwurm mittlerweile vertreten. Bisher war er vor allem im Süden Deutschlands verbreitet. Bei Menschen löst er die Alveoläre Echinokokkose aus, die nicht heilbar ist und meist mit dem Tod durch Leberversagen endet. Infizieren kann man sich durch auf Waldböden wachsende Beeren, an denen die Bandwurmeier kleben.

Sie wissen nicht, was sie lernen: Die Patienten von Larry Squire von der University of California in San Diego leiden unter schwerem Gedächtnisverlust, weil ein Teil ihres Hirns zerstört ist. Trotzdem lernten sie über Wochen, aus Paaren von Objekten jeweils einen zuvor als korrekt bezeichneten Gegenstand auszuwählen. Sie wussten jedoch nie, warum sie ein Objekt für das richtige hielten (Nature, Bd. 436, S. 550). Offenbar funktioniert Lernen also auch außerhalb des Bewusstseins.