Auslandsaufenthalt: Wer von seinem Arbeitgeber ins Ausland geschickt wird, muss sich nicht nur darum kümmern, wie er dort versichert ist. Er muss auch dafür sorgen, dass die deutsche Krankenversicherung bei der Rückkehr wiederauflebt. Bei den gesetzlichen Kassen müssen die Versicherten ihre deutsche Police mit einem reduzierten Beitrag weiterzahlen, Privatversicherte müssen ihre Police in eine Anwartschaft umwandeln, um später wieder einsteigen zu können.

Alter: Wer als junger und gesunder Mensch auf eine Krankenversicherung verzichten will, sollte sich das genau überlegen. Denn die wenigsten Menschen wollen im Alter ohne Versicherung sein – und dann wird es oft schwierig.

Privatversicherer machen die Aufnahme grundsätzlich von einer Risikoprüfung abhängig. Mit wachsendem Alter des Antragsstellers steigt der Tarif, und vor allem wird es schwierig, diese Prüfung überhaupt zu bestehen. Bei den Gesetzlichen Kassen werden über 55-Jährige in der Regel nicht mehr aufgenommen.

Künstler: Für Musiker, Maler, Dichter und Publizisten gibt es in Deutschland die Künstlersozialkasse, die mit staatlichen Mitteln die Arbeitgeberbeiträge bezuschusst. Versichert werden Künstler mit Jahreseinkommen ab 3900 Euro; bei Berufsanfängern dürfen die Einkünfte drei Jahre lang darunter liegen. Kritisch wird es allerdings, wenn die Kunst auch danach brotlos bleibt. Unterschreiten die Einnahmen innerhalb von sechs Jahren dreimal die Mindestgrenze, wird die Betätigung als Liebhaberei eingestuft. Die Folge: Es gibt keinen Versicherungsschutz mehr.