Greffrath ist erfrischend und aufklärend. Endlich mal ein Beitrag zur Versachlichung der Medien- und Vorwahlkampf-Debatte über die neue Linkspartei.

Ermutigend auch der Hinweis auf Diderot und Michel Rocard: Fortschritt (Aufklärung) heißt falsche Ideen vom Sockel stoßen und zu Unrecht gestürzte wieder draufstellen.

HELMUT JASKOLSKI, ERFTSTADT

Doch, Deutschland braucht eine Linkspartei, eine Art Matthias-Greffrath-Linke, und sei es nur, damit es in der Öffentlichkeit wenigstens eine ewig gestrige Stimme gibt, die Zweifel äußert an der allein selig machenden Ideologie des Neoliberalismus.

HERMANN WEIGMANN, GEEL, BELGIEN

Das pauschale Urteil von Herrn Klingst, dass sich die Gestrigen mit den Vorgestrigen verbündet hätten, entbehrt wohl jeglicher Grundlage. Vielmehr zeigt der Prozess der Bildung eines neuen Bündnisses, dass es noch politische Willensbildung und Diskussionen in Deutschland gibt. Die regierenden Parteien kriegen die gegenwärtige Situation nicht in den Griff, und von den Parteien im Wartestand (ZEIT Nr. 28/05, O-Ton Frau Merkel: Die Wirtschaft muss dynamischer werden - was für eine Erkenntnis!) ist nicht viel zu erwarten.

Dagegen tritt ein neues Bündnis auf, das nicht alles als schicksalsgegeben hinnimmt und das die Interessen der vielen Enttäuschten und Modernisierungsverlierer, die keine Lobby in Berlin haben, vertreten möchte.