Im Science-Fiction-Klassiker Per Anhalter durch die Galaxis konstruieren die Bewohner eines technisch weit fortgeschrittenen Planeten den Super-Computer Deep Thought . Er soll die Antwort errechnen auf die Frage aller Fragen: "Die Antwort auf das Leben. Das Universum. Auf alles." Deep Thought brütet 7,5 Millionen Jahre lang. Dann spuckt er das Ergebnis aus: "42"

42 sprach nun auch Edmund Stoiber. Und setzte damit die Sinnzahl des Unions-Wahlkampfs in die Welt. 42 bis 45 Prozent, "das können und müssen wir erreichen", sagte der bayerische Ministerpräsident dem Stern . Warum tut er das? Er hätte es ja auch bei der etwas abstrakteren Zielvorgabe belassen können, wie sie der CDU-Generalsekretär Volker Kauder formulierte. "Jenseits von Zahlen", sagte der, sei natürlich erstrebenswert, "dass Angela Merkel Bundeskanzlerin wird."

Vielleicht ist Edmund Stoiber einfach ein ziemlich guter Computer. Auf diese Erklärung deutet der Kommentar der Süddeutschen Zeitung hin: "Bezeichnenderweise kommt man unter 42 Prozent sehr schnell in den rechnerischen Bereich einer großen Koalition." Wobei: "Die hat Stoiber im Unterschied zu Frau Merkel nur die zweitschlechteste Lösung genannt."

Was auch immer Deep Thought Edmund sich gedacht haben mag, von den kommenden 38 Tagen wird kaum einer vergehen, an dem die Unions-Umfragewerte nicht an der neuen Stoiber-Schwelle gemessen werden. Das könnte, nach allen Gesetzen des journalistischen Herdentriebs, beispielsweise bedeuten, dass schon am Sonntag irgendwelche Meinungsforscher bei Ihnen zu Hause anrufen und fragen: "Laut neuesten Erhebungen käme die Union bei der Bundestagswahl nur noch auf 41,9 Prozent. Ist sie für Sie damit noch wählbar?" "Natürlich nicht!", werden Sie sofort ausrufen. "Diese Versager!" Und, schwupps, ist in der Woche drauf die Union auf 35 Prozent abgesackt.