Der Bus bockt und schüttelt sich wie ein mürrisches Maultier, und jedes Mal, wenn er in ein Schlagloch rumst, bleibt einen Herzschlag lang alles in der Schwebe. Aber dann rappelt sich die Karosse wieder auf und rumpelt grollend weiter. Dieselgas und Schwaden von schwelendem Holz ziehen süßlich durch die Rostritzen herein. Vor den verschmierten Fensterscheiben verschwimmen die Wälder und Aschenfelder zu einem einzigen graugrünen staubigen Meer.

Hin und her geworfen wie Kartoffelsäcke, starren die Reisenden vor sich hin, zusammengesunken, verrenkt und verrutscht. Plötzlich prasseln die Tropfen. Der Regen knallt mit genagelten Stiefeln auf das Dach. Stoisch kämpft sich der Bus voran, schleift, pflügt, rutscht, schleudert, stellt sich quer und schlägt schließlich irgendwo auf. Durch die Regenschleier hindurch sind draußen einige Funzeln auszumachen, der nächste Stopp unserer Fahrt: El Dorado. Nichts als ein kleiner Ort im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Nichts als ein elender Fleck mitten in Amazonien.