Flexibilität im Berufsleben - für viele Deutsche ist das offenbar kein Problem. Nach einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Zeitarbeitsfirma DIS-Deutscher Industrie Service AG durchführte, sind fast drei Viertel der knapp 1000 befragten Bundesbürger der Meinung, dass die traditionelle Erwerbskarriere mit einem Arbeitgeber von der Lehre bis zur Rente der Vergangenheit angehört. 85 Prozent glauben, befristete Arbeitsverhältnisse würden weiter zunehmen, und knapp zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, eine interessa nte Tätigkeit sei wichtiger als die Art und Dauer der Anstellung.

Für DIS-Chef Dieter Scheiff beweisen diese Zahlen, dass die Deutschen verstanden haben, dass auch Arbeitnehmer flexibler auf sich verändernde äußere Bedingungen reagieren müssen. Schon jetzt seien mehr als acht Prozent aller neuen Arbeitsverträge befristet, Tendenz steigend. Allerdings warnt Scheiff vor der Annahme, jeder Beschäftigte könne sich problemlos und dauerhaft in immer neuen befristeten Jobs oder Projektarbeiten zurechtfinden.

Viele Arbeitnehmer seien nicht in der Lage sich ständig neu zu verkaufen, besonders Älteren, die das oft nie gelernt hätten, falle die Akquise eines Jobs meist schwer. Höchstens 20 Prozent aller Menschen, so Scheiffs Vermutung, seien in der Lage, in relativer Unsicherheit zu leben. Fazit: Unbefristete Arbeitsverhältnisse bleiben für die meisten das Ziel, Flexibilität hin oder her.