Bei einer Serie von Bombenannschlägen in Bangladesch sind am Mittwoch mindestens zwei Menschen getötet und mehr als 130 weitere verletzt worden. Die Polizei teilte mit, auf einem an einem Anschlagsort in der Hauptstadt Dhaka gefundenen Bekennerschreiben habe die verbotene Gruppe Jamiat ul Mujahideen die Verantwortung für die Taten übernommen. Die Extremisten fordern, Bangladesch zu einem islamischen Staat zu machen. Innenminister Lutfuzzaman Babar sagte, für die Anschläge sei ein Netzwerk verantwortlich, das Bangladesch destabilisieren wolle.Die indische Nachrichtenagentur PTI teilte mit, in 59 von 64 Distrikten Bangladeschs sei es binnen einer halben Stunde zu Anschlägen gekommen. Mehrere Hunderte selbst gebaute Sprengsätze seien explodiert. Allein in Dhaka detonierten mehr als zehn Bomben, davon eine vor dem Internationalen Flughafen. Zu weiteren Bombenanschlägen sei es bei Regierungseinrichtungen, Gerichten und Presseclubs gekommen. Mindestens 46 Verdächtige seien festgenommen worden.In Bangladesch kommt es immer wieder zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen mit zahlreichen Toten. In dem bitter armen Land leben rund 130 Millionen Menschen, die meisten davon Muslime.