Schokoladengeruch wird im Hirn unterschiedlich verarbeitet, je nachdem ob er durch die Nase oder den Mund aufgenommen wird. Amerikanische und deutsche Forscher ließen Probanden Kakaoduft durch Röhrchen schnuppern, einmal dicht am Nasenloch und einmal im Nasengang, wo Gerüche aus dem Mund ankommen. Mit einem Kernspintomografen stellten sie fest, dass derselbe Duft verschiedene Hirnregionen aktivierte. Bei Gerüchen, die von nichts Essbarem stammten, waren die Unterschiede wesentlich weniger ausgeprägt (Neuron, Bd. 47, S.

593). Die Forscher vermuten, dass Essensdüfte je nach Aufnahmeweg unterschiedliche Belohnungssysteme im Hirn ansprechen: Mit der Nase erschnüffelte Gerüche lassen einen potenziellen Leckerbissen ahnen, aus dem Mund aufsteigende Düfte signalisieren eine sichere Gaumenfreude.

Strom aus Urin gewinnt eine Batterie, die Physiker in Singapur entwickelt haben. Das kreditkartengroße Gerät besteht aus einem in Kupferchlorid getränkten Papierstreifen, der zwischen einem Magnesium- und einem Kupferblech eingeschweißt wird. Mit 0,2 Milliliter Urin kann eine Spannung von 1,5 Volt und eine Energie von 1,5 Milliwatt erzeugt werden (Journal of Micromechanics and Microengineering, Bd. 15, S. 210). Die Wissenschaftler wollen die Batterie in Einweg-Diagnose-Geräten beispielsweise für Diabetes einsetzen: Die Testflüssigkeit könnte dann gleichzeitig als Energiequelle dienen.

Angriffe von Löwen haben in Tansania stark zugenommen, von 1990 bis 2004 töteten die Raubtiere 560 Menschen. Viele Attacken finden in der Erntezeit auf den Feldern statt, haben Forscher von der University of Minnesota festgestellt. Dann übernachten die Bauern in behelfsmäßigen Hütten auf ihren Äckern, um die Ernte vor Buschschweinen zu schützen. Die meisten Angriffe zählten die Wissenschaftler in Gebieten, in denen es besonders viele wilde Schweine, aber kaum andere Beutetiere für Löwen gibt (Nature, Bd. 436, S. 927). Deshalb schlagen die Forscher vor, die Zahl der Buschschweine zu reduzieren. Dadurch würden weniger Löwen angelockt, und gleichzeitig würde die Ernte gesichert, sodass die Bauern nicht mehr in ihren Feldern schlafen müssen.