Mit deftigen Zimmermannsbleistiften gearbeitet. Oder grauer und schwarzer Tinte, in Grafit, mit Milch mattiert, auch in Wasser- oder Ölfarbe gestrichelt, getupft, sanft markiert - die Zeichnungen Van Goghs wurden unter der Bewunderung seiner Gemälde verdrängt, zu Unrecht. Ob frühe Figurenstudien, die an die Intensität einer Kollwitz erinnern, melancholische Landschaften wie die Ödnis der Drenther Heide, unwirtlich und gewissermaßen feindlich notiert er, sonnendurchglühte Gärten von Arles oder die oben zu sehenden Landschaften bei Auvers-sur-Oise, die wenige Wochen vor seinem Freitod im Juli 1890 entstanden: Es sind Meisterwerke des großen Einsamen und jetzt in Ausstellung und Buch zu sehen (Sjaar van Heugten: Van Gogh. Die Zeichnungen. Mitarbeit Marije Vellekoop und Roelie Zwikker - Belser Verlag, Stuttgart 2005 - 192 S., 49,90 e. Bis zum 18. September im Amsterdamer Van Gogh Museum, vom 18. Oktober an im Metropolitan Museum in New York)