Julius Wolfenhaut:

Nach Sibirien verbannt

Als Jude von Czernowitz nach Stalinka 1941-1994 - Fischer Taschenbuch, Frankfurt a. M. 2005 - 186 S., 9,90 e

Ende Juni 1940 besetzte die Rote Armee die Bukowina, die nach dem Hitler-Stalin-Pakt in die Einflusssphäre der Sowjetunion gefallen war. Für den 1913 in Czernowitz geborenen Julius Wolfenhaut und seine Familie jüdisch-deutscher Herkunft nahm das Unglück seinen Lauf: Der Vater wurde sofort als Konterrevolutionär verhaftet und nach Sibirien deportiert, Mutter und Sohn erlitten ein Jahr später dasselbe Schicksal. Was der Autor in der Verbannung in einem elenden Dorf in der sibirischen Taiga erlebte, das hat er Anfang der neunziger Jahre, vor seiner Übersiedlung nach Deutschland, aufgeschrieben. Zu Recht hat Wolfgang Benz den eindrucksvollen Bericht in die von ihm herausgegebene Reihe Lebensbilder. Jüdische Erinnerungen und Zeugnisse aufgenommen.

Birthe Kundrus/Beate Meyer (Hrsg.):

Die Deportation der Juden aus Deutschland

Pläne - Praxis - Reaktionen 1938-1945 - Wallstein, Göttingen 2005 - 271 S., 20,- e