Es ist schon verwunderlich, wie die deutschen Medien die erfolgreiche Discovery-Mission negativ verwertet haben und immer wieder Zweifel und Kritik am Erfolg geäußert haben. Warum fällt es uns so schwer, den Pioniergeist der Amerikaner anzuerkennen? Warum immer dieser latente Negativismus in der Berichterstattung, anstatt den von unermüdlichem Optimismus getragenen Forscherdrang in den USA - und auch das Charisma, Können und den Mut der brillanten Kommandantin Eileen Collins - positiv herauszustellen? Ich fürchte, es ist nicht nur die typisch deutsche, kleinmütige Bedenkenträgerei - nein, der Defätismus gegenüber allem, was aus den USA kommt, ist vielmehr das Produkt eines grassierenden Anti-Amerikanismus, der uns immer weiter von unseren einst besten Freunden entfernt. Eine traurige, äußerst bedenkliche Entwicklung.

STEFAN HERRE, BERGISCH GLADBACH