Der Antarktische Krill (Euphausia superba) gehört der schwerwiegendsten Tierart an. Die Minikrebse brächten zusammen 500 Millionen Tonnen auf die Waage - deutlich mehr als, zum Beispiel, alle Elefanten rund um den Erdball.

Sie leben in Gewässern mit Temperaturen um den Gefrierpunkt und ernähren sich, genügsam, von Kieselalgen. Doch der Krill steckt in der Krise: Mit der globalen Erwärmung ist die Zahl der Tiere in wenigen Jahrzehnten um 80 Prozent zurückgegangen.

Was lernt der Homo oeconomicus daraus? Überlebt nur, wer friert? Sorgt allein Eiseskälte für Wachstum? Gar nur die Kälte des Marktes? Fast scheint es so, doch hier irren die Freunde des zügellosen Wettbewerbs. Nur wenn es richtig kalt ist, vermag sich der Krill in den vielen kleinen Aushöhlungen des antarktischen Packeises zu verstecken - und die schützen ihn davor, geschluckt zu werden. Wettbewerbsverzerrend? Ja, aber für den Krill ist es eine super Sache.