Es läuft nicht gut für die internationale Luftfahrt, es kommt zu vielen Zwischenfällen, und Gabriel Glöckler, 33, Berater des Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank, war bei einem dieser Ereignisse dabei. Er hatte seine Teilnahme an der Bucerius Summer School, die die ZEIT-Stiftung organisiert, für eine Hochzeit in England unterbrochen und war auf dem Rückflug von Birmingham nach Hannover. Plötzlich hieß es, es regnet in Hannover, sagt Glöckler. Der Jet setzte auf, die 49 Passagiere wurden durchgerüttelt. Wir wurden gar nicht langsamer, der bremste nicht. Im nächsten Moment sah Glöckler, dass die Maschine nicht mehr auf der Betonpiste fuhr, sondern über eine Wiese, die Landebahn war zu Ende. Nach 200 Metern blieb der Jet stehen, gebremst durch das matschige Gras, Verletzte gab es keine. Der Pilot sagte, die Bremsen hätten nicht funktioniert. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft. Nach der ersten Erleichterung wurde Glöckler mulmig, doch wenige Tage später saß er wieder im Flugzeug. Der Moment der Erleichterung, der bei vielen mit dem Aufsetzen eintritt, hat sich bei Glöckler verschoben: Ich wurde erst ruhiger, als ich merkte: Diesmal funktionieren die Bremsen.