Chinesen und Amerikaner blicken sehr unterschiedlich auf die Welt. Die Westler fokussieren früher und länger auf Objekte im Vordergrund eines Bildes, während die Asiaten ihre Augen häufiger in den Hintergrund schweifen lassen. Das fanden Forscher von der University of Michigan in Ann Arbor heraus, indem sie Studenten mehrere Fotografien zeigten und dabei die Augenbewegungen maßen (PNAS, Bd. 102, S. 12629). Die Chinesen erkannten außerdem bereits gesehene Objekte vor neuen Hintergründen weniger oft wieder als die Amerikaner. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Asiaten Objekte stärker im Zusammenhang wahrnehmen und speichern.

Strom aus Kohle, aber ohne Verbrennung: Das funktioniert mit einer Brennstoffzelle, die Forscher von der Harvard University in Cambridge entwickelt haben. Dazu mischten sie Kohlepulver mit Schwefelsäure und gaben dreifach positiv geladene Eisenionen hinzu. Diese nehmen ein Elektron aus der Mixtur auf und geben es dann wieder an eine Elektrode ab. Ein System, das auf Vanadiumionen basiert, bildet die andere Hälfte der Brennstoffzelle (Angewandte Chemie, Bd. 117, S. 5828). Im Experiment lieferte sie bei einer relativ niedrigen Temperatur von einhundert Grad tausend Stunden lang Energie.

Torfmoose in Feuchtgebieten nutzen Methan als Kohlenstoffquelle. Unterstützt werden sie dabei von Bakterien, die in den Mooszellen leben. Wie niederländische Wissenschaftler herausfanden, oxidieren die Mikroorganismen das Treibhausgas, das als Abbauprodukt von Torf entsteht, zu Kohlendioxid.

Dieses dient den Pflanzen wiederum als Kohlenstoffquelle für den eigenen Zellstoffwechsel (Nature, Bd. 436, S. 1153). Mehr als 15 Prozent ihres Bedarfs an Kohlenstoff decken die Moose über die symbiotische Beziehung.

Zink senkt das Risiko für Durchfälle sowie für Lungenentzündungen und andere Atemwegskrankheiten bei Kleinkindern in ärmeren Ländern. Das ist die Bilanz einer Studie, die Forscher um Abdullah Brooks in Bangladesch durchführten (Lancet, Online-Ausgabe). Die Hälfte der 1621 unter Zweijährigen erhielt über mehrere Monate wöchentlich Zink, die andere ein Placebo. Lungenentzündungen und Durchfälle nahmen in der Zinkgruppe erheblich ab, die Sterblichkeit sank um 85 Prozent. Zwischen 2000 und 2003 starben weltweit zwei Millionen Kinder an Lungenentzündung.