In der ZEIT Nr. 22/05 schrieb Reiner Luyken über den so genannten Piano Man - jenen im April angeblich an der englischen Küste angespülten Mann, über den die Weltpresse berichtete. Er wurde in ein Hospital gebracht und schwieg.

Er verblüffte jedoch, so hieß es, durch sein Klavierspiel. Ist er krank - oder ein Hochstapler?, fragte Luyken. Nun teilt das Auswärtige Amt mit, der Mann sei Deutscher und am 20. August in seine Heimat Bayern zurückgekehrt.

Die Zeitung Daily Mirror bezichtigt ihn der Täuschung: Der 20-Jährige, Sohn eines Bauern, sei mit dem Zug nach Großbritannien eingereist. Als die Polizei ihn durchnässt am Strand fand, habe er einen Selbstmordversuch hinter sich gehabt - und von da an einen Gedächtnisverlust simuliert. Klavier habe er nie gespielt. Nun wäre es spannend, seine ganze Geschichte zu hören. Allerdings ist zu erwarten, dass der einstige Piano Man erst mal wieder schweigt.