Eine Nachricht um den Internet-Suchmaschinenbetreiber Google jagt die nächste - und eines haben sie gemeinsam: Die Aktiengesellschaft aus dem kalifornischen Mountain View will offenbar so schnell wie möglich Geld ansammeln. Erst war da die Nachricht, dass die Google-Geschäftsleitung neue Aktien im Wert von etwa vier Milliarden Dollar ausgeben will. Etliche Beobachter waren davon überrascht, weil Google erst vor einem Jahr an die Börse gegangen ist und schon jetzt etwa drei Milliarden Dollar liquider Mittel übrig hat. Die nächste Nachricht: Google erhöht die Zahl der Werbeanzeigen auf manchen ihrer Webseiten von zwei auf drei. Und die letzte: Google stellt ein neues Programm vor, das einige Funktionen des allgegenwärtigen Betriebssystems Microsoft Windows und hergebrachter Internet-Browser ersetzt - und den Benutzer nebenbei mit noch mehr Anzeigen von Google bombardiert. Was die Firma mit dem ganzen Geld anfangen will?

Etliche Analysten halten nun den Atem an und rechnen mit einer großen Firmenübernahme - etwa eines Mobiltelefonunternehmens oder eines Internet-Unternehmens im Wachstumsmarkt China. Ganz wie in den späten neunziger Jahren.