Ihr Artikel ist wunderbar. Ich habe genau das Gleiche in Köln erlebt, als ich meinen frankokanadischen Lebensgefährten heiraten wollte. In Ihrem Artikel fehlt noch das Ehefähigkeitszeugnis, das nur Deutschland und Österreich kennen und das riesige Zeitverzögerungen nach sich zieht, wenn man wirklich in Deutschland einen Ausländer heiraten möchte.

Sie müssen unbedingt eine Fortsetzung schreiben, wenn die beiden in den USA geheiratet haben und die Ehe hier anerkennen lassen wollen.

An diesem Punkt sind mein (inzwischen) Mann und ich, nachdem wir in Montreal geheiratet haben. Wenn man nach der Eheschließung in Deutschland leben will und zwecks Aufenthaltserlaubnis des ausländischen Partners nun die Ehe als Grund anführt, dann muss man hier ein Stammbuch anlegen lassen. Das ist ungefähr genauso kompliziert wie hier zu heiraten. Ich sage nur das Stichwort Apostille. Einziger Vorteil: Man kann sich ja Zeit lassen und sich an den immer neuen Auswüchsen der deutschen Standesamtbürokratie erfreuen.

INGRID SCHMITHÜSEN, KÖLN

Danke für diesen Artikel über den bürokratischen Alltag im deutschen Schäferhundparadies. Unser Sohn und unsere Schwiegertochter, auch in multinationaler Ehe lebend, haben Ähnliches erlebt in Berlin, sowohl beim Standesamt als auch beim Einbürgerungsantrag unserer Schwiegertochter. Trotz Geburtsurkunde wurde die deutsche Nationalität unseres Sohnes angezweifelt und ein Nachweis angefordert, der die deutsche Abstammung seines Vaters und Großvaters belegt, und zwar mit der Angabe aller Lebensstationen und jeweiliger Adresse. Diesmal offensichtlich nicht die Angst vor Nichtariern, sondern vor polnischer Wirtschaft, worauf der Name hindeuten könnte.

BARBARA JEZIORKOWSKI, PER E-MAIL

Dem Drama von Altona, wie Naumann es schildert, ist nichts hinzufügen.