Die grüne Gentechnik ist hierzulande am Boden. Das zeigt der erste Gentechnologiebericht, den die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) in dieser Woche vorgestellt hat. Namhafte Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaftler analysieren darin den Stand der Gentechnik in Deutschland, beziehen Stellung zu ökonomischen, ökologischen, ethischen und politischen Aspekten der Technik und zeigen den Handlungsbedarf für Politik, Forschung und Wirtschaft. Vor allem die Entwicklung in der Landwirtschaft verfolgen die Experten mit Sorge. Während sich die grüne Gentechnik weltweit schnell weiterentwickele, werde sie in Deutschland ausgebremst, würden potenzielle landwirtschaftliche und ökologische Vorteile nicht genutzt. Größere Akzeptanz in der Öffentlichkeit finden hingegen gentechnologische Methoden in der Grundlagenforschung - wobei die Grenzen zur anwendungsbezogenen Genomforschung fließend sind. In der Medizin, zum Beispiel in der Pränataldiagnostik, haben sich Gentests etabliert. Laut dem Expertenbefund wird der Einsatz gentechnologischer Verfahren in der Diagnostik künftig ausgeweitet, etwa auf die Beratung von Menschen, in deren Familie Krebs oder neurologische Erkrankungen aufgetreten sind.

Menschen mit Sprachstörungen sind oft auch schwach im Kopfrechnen. Das geht aus einer Studie hervor, die am Zentrum für Neurobiologie und Psychiatrie der Universität Köln durchgeführt wurde. Schriftliche Aufgaben hingegen lösen die Aphasiker, die wegen eines zentralen Hirnschadens sowohl mit der Sprachverarbeitung als auch dem Sprechen Probleme haben, weitaus besser. Die Wechselbeziehung zwischen gestörter Zahlen- und gestörter Sprachverarbeitung könnte darauf hinweisen, dass für die beiden Vorgänge die gleichen kognitiven Mechanismen genutzt werden.

Reste einer alten Ziegelbrennerei sorgen in Rom für Aufsehen. Bei den Stätten, auf die Archäologen der Tuscia-Universität von Viterbo bei Ausgrabungen in der Nähe der römischen Hauptstadt stießen, handelt es sich wahrscheinlich um die Brennerei der Gebrüder Domitius. Die Industriellen haben im alten Rom Ziegel und Kacheln für mehrere berühmte Bauten wie das Kolosseum, das Pantheon, die Trajanischen Märkte und Hadrians Mausoleum produziert. Jeder Ziegel wurde mit Bild, Namen und Datum versehen - die Hersteller waren gesetzlich verpflichtet, sich kenntlich zu machen. Bisher kannte niemand den genauen Ort dieser Ziegelbrennerei. Das Unternehmen florierte vom 1. bis ins 5. Jahrhundert nach Christus.