Während ein Topmanager der Konkurrenz schon unkt – "Ich bin gespannt wie Egomanen vom Schlage eines Wiedeking und Bernhard auf Dauer miteinander klarkommen" –, sieht Wulff in dem Trio Pischetsrieder, Bernhard und Wiedeking eine ideale Konstellation, die den Konzern voran und dem Vorbild Toyota nahe bringt. "Toyota zeigt, dass man auch in Hochlohnländern erfolgreich Autos bauen kann."

Bei Porsche hört sich das konkreter an: "Es kann nicht sein, dass VW in der Polo-Klasse 14 Motoren braucht und Toyota mit 4 Motoren auskommt." Das geht gegen Altmeister Piëch, der seinen Ingenieuren viel Auslauf gewährte. So hat sich der technikbegeisterte Porsche-Enkel zwar mit der Verbindung der beiden Firmen einen Ehrenplatz in der Familienchronik gesichert, muss aber wohl zusehen, wie die neue Managergeneration sein Erbe bei VW korrigiert.

Am Ende könnte sich bei der Liaison VW/Porsche eine ganz neue Form der Deutschland AG herausbildet: Langfristiges Denken, gepaart mit konsequentem Effizienzdruck. Für Letzteres werde schon Wendelin Wiedeking sorgen, heißt es in Zuffenhausen.