17 Stunden ist dieser Zebrafisch-Embryo alt. Schon sind der Kopf mit dem Auge (links unten) und die Somiten (rechts) zu erkennen, Segmente, aus denen sich später die Körperabschnitte entwickeln. Was dabei wann passiert und welche Gene die Entwicklung steuern, untersuchen die Wissenschaftler am Leibniz-Institut für Altersforschung. Tausend Zebrafische schwimmen bereits in den Aquarien in Jena; wenn der Aufbau des Instituts abgeschlossen ist, sollen es zehnmal so viele sein. Bisher arbeiteten die Altersforscher meist mit Fliegen und Würmern. "Die Erforschung von Fischen, also Wirbeltieren, ist ein deutlicher Schritt in Richtung Mensch", sagt Gruppenleiter Christoph Englert. Die Entwicklung von Fisch und Mensch verlaufe zu etwa 90 Prozent gleich. Fisch-Embryos sind besonders praktische Forschungsobjekte, weil sie sich sehr schnell und außerhalb des Mutterleibs entwickeln. Noch dazu sind sie durchsichtig – man kann ihnen also gut beim Wachsen zuschauen.