Endlich wissen wir, wozu Weisheitszähne gut sind: Sie bringen Glück. Wer's nicht glaubt, darf bei den Zwillingen John und Philippa nachfragen. Sie sind Die Kinder des Dschinn im ersten Kinderroman des Krimiautors Philip B. Kerr (Aus dem Englischen von Johanna Ellsworth - Oetinger - 378 S., 14,90 e). Mit ihren vorzeitig gewachsenen Weisheitszähnen - oder Drachenzähnen, wie sie bei den Dschinn heißen - erwachen ihnen überirdische Fähigkeiten. Bei Aladins Lampe! erschallt mal in der Wüste, mal im Britischen Museum oder im ewigen Eis, und schon ist man angekommen. Den Kampf zwischen Gut und Böse ersetzt Kerr durch den Kampf zwischen Glück und Unglück. Diese moderne Version von 1001 Nacht besitzt all den Charme des Orients mit Mumien, Zauberwörtern und uralten Kräften, ohne dabei auf Rolls-Royce, Internet oder Astronautenanzüge zu verzichten. Ein Glücksgriff, eine fantastisch-liebenswerte Mischung, die bereits bei Harry Potter wirkte. Die Filmrechte sicherte sich Stephen Spielberg.