Sie haben den Beach Safety Day ins Leben gerufen. Was wollen Sie damit erreichen?

Wir wollen europaweit über die Gefahren aufklären, die vom Wasser ausgehen, und für mehr Sicherheit an den Stränden werben. Seit dem Tsunami spielt das Thema eine wesentlich größere Rolle als noch vor zwei, drei Jahren.

Warum haben Sie Blausand.de gegründet?

Meine Schwester ist 1999 vor der Baleareninsel Formentera ertrunken. Jedes Jahr starben allein dort 15 bis 20 Menschen bei Badeunfällen.

Haben Sie schon Erfolge erzielt?

Wir haben in Zusammenarbeit mit dem Inselbürgermeister dafür gesorgt, dass schon 2001 auf Formentera ein Strandsicherheitssystem eingeführt wurde, das Mallorca, Ibiza und Menorca dann übernahmen. Jetzt gibt es Flaggen, rot für Badeverbot, gelb für gefährlich und eine Rettungsausrüstung mit Ring und Leinen. Im vergangenen Jahr ist auf Formentera niemand ertrunken. Trotzdem bleibt noch viel zu tun. Auf Mallorca zum Beispiel, wo an einigen Stränden die Gefahr von Unterströmungen groß ist, müssten mehrsprachige Warntafeln aufgestellt werden.

Gibt es Statistiken über die Zahl der Opfer?