Sie haben sehr gut die Risiken der Versorgungssicherheit Deutschlands mit Erdgas analysiert, dann aber als eine Lösung des Problems Flüssiggasimporte aus Qatar und Algerien vorgeschlagen, während Sie Importe von Steinkohle (außer aus den USA) als risikobehaftet ansehen. Ich kann Ihnen da nicht folgen. Kohle steht weltweit langfristig und ausreichend und aus sicheren Quellen zur Verfügung. Exportkohle wird in Ländern wie Australien, Südafrika, Indonesien und Kolumbien gefördert, deren Eigenverbrauch (anders als in den USA, Indien und China), relativ zur Förderung, unbedeutend ist.

Diese sichere Versorgungssituation gilt übrigens auch für Uran. Die Länder, die die Grenzen des Einsatzes Alternativer Energien erkannt haben und weiter auf saubere Kohletechnologie und moderne Kernenergie setzen, sind nicht leichtsinniger oder dümmer als wir. Die deutschen Firmen aber haben sich aus ihren Beteiligungen im internationalen Kohle- und Uranbergbau unverständlicherweise zurückgezogen.

DR. FRANK LESCHHORN, BRISBANE, AUSTRALIEN