Ihr Dossier ist eine exzellente Aufbereitung des beschleunigten Ausverkaufs des Sozialwohnungsbestandes in Deutschland. So bricht ein Eckpfeiler der sozialen Stabilität der Republik weg, und leider beteiligen sich viele Kommunen aktiv am Ausverkauf riesigen Volksvermögens - und das für ein Linsengericht.

Staatliche Programme wie die Soziale Stadt sind kaum in der Lage, die Verslumung in immer mehr Quartieren aufzuhalten. Die wachsende Zahl der Menschen, die sich auf einem gänzlich ökonomisierten Wohnungsmarkt aus eigener Kraft nicht mit Wohnraum werden versorgen können, wird der Gesellschaft noch erhebliche soziale Spannungen bescheren. Man muss nur über die Grenzen blicken.

Es ist höchste Zeit, dass die Wohnungspolitik wieder als unverzichtbarer Bereich der Sozialpolitik begriffen wird. Wohnen ist ein Menschenrecht, das man nicht dem Markt mit seinen inhumanen Gesetzen überlassen darf.

STEFAN KAISERS, GIESSEN

Nach dem Lesen Ihres Beitrages war ich sehr deprimiert. Nun bin ich nicht so naiv, den Kapitalismus als das Beste anzusehen, was der Menschheit passieren kann. Es zeigt sich wieder, dass die marxistische Lehre vom Staat richtig ist. Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse und hat in unserem Fall die kapitalistischen Produktionsverhältnisse zu sichern und die Erzielung von Maximalprofiten zu ermöglichen.

KLAUS WEISBACH, LEIPZIG