Wie sahen sie aus, die glänzenden Metropolen des Altertums, deren klangvolle Namen bis heute die Fantasie bewegen: Babylon, Alexandria, Karthago? All die prachtvollen Städte, denen Griechen und Römer ihr unverwechselbar urbanes Gesicht gegeben haben? Jean-Claude Golvin, französischer Architekt und Archäologe, lässt vorhandenes antikes Ruinengelände - rechts etwa der Diokletian-Palast in Split aus dem 4.

Jahrhundert - als gezeichnete Stadtpanoramen komplett wieder auferstehen, wobei er zumeist die Vogelperspektive wählt. Für die bildliche Umsetzung nutzte Golvin zwar die Datenbanken der Archäologie, verzichtete jedoch auf sterile Computeranimation. Er zeichnet und aquarelliert seine Rekonstruktionsbilder mit der Hand. So wirken sie derart lebendig und wirklichkeitsnah, dass die Betrachtung zur Augenlust gerät. Die besten seiner Illustrationen liegen nun als Bildband vor (Jean-Claude Golvin: Metropolen der Antike - aus dem Französischen von Geneviève Lüscher - Theiss Verlag, Stuttgart, 2005 - 160 S., mit 110 farbigen Abb., 39,90 e). Die Darstellungen von Städten und Gebäuden umfassen den Zeitraum von 2500 vor Christus bis ins 5. Jahrhundert nach Christus. Ergänzt wird die visuelle Zeitreise ins Altertum durch ausführliche Informationen zu jedem der gezeigten Orte.