Sie schreiben: Die Lage ist paradox: ... So wandern die Probleme, aber auch die Chancen, von Ost nach West. In Deutschland arbeiten die Polen, in Polen die Ukrainer oder Weißrussen.

Das ist Globalisierung live! Eine multikulturelle Bevölkerung ist eine Bereicherung für jedes Land, nur der deutsche Arbeiter wird der Verlierer der Globalisierung sein. In Deutschland freut man sich, wenn ein Werk nicht geschlossen werden muss, in Osteuropa und Asien hingegen wird investiert wie nie zuvor. Müsste es im Zuge dieser Entwicklung weltweite Tarifverträge oder Mindestlöhne geben? Ich wüsste keine andere Lösung.

Meine Uroma ist mit Kolonialwaren aufgewachsen, ich bin an Made in China gewöhnt. Die Kolonialmächte haben aus ihren Kolonien Rohstoffe in ihre Heimat geschifft, vielleicht müssen genau deshalb heute Arbeitsplätze, wenn auch über Umwege, den umgekehrten Weg gehen.

DANIEL MÜLLER, GMNASIAST, NAMBORN