Handys am Ohr erhöhen nach einer Untersuchung der University of Leeds nicht das Risiko, an einem Gehirntumor zu erkranken. Epidemiologen haben rund 2800 Briten, darunter 966 Patienten mit einem Hirntumor, über ihre Handygewohnheiten in den letzten zehn Jahren befragt. Ob ein Hirntumor auftrat, hing offenbar nicht damit zusammen, wie lange und wie häufig sie telefoniert hatten. Einige Patienten gaben allerdings an, das Handy hauptsächlich an die Kopfseite mit dem Tumor gehalten zu haben. Im Nachhinein tendierten die Betroffenen dazu, besonders die betroffene Seite als bevorzugte Telefonierseite anzugeben, vermuteten die Forscher. (British Medical Journal, Online-Ausgabe).

Fliegend haben sich Landschnecken der Familie Balea offenbar über den halben Erdball verbreitet. Forscher der University of Cambridge verglichen das Erbmaterial von europäischen Balea-Schnecken mit dem von Schnecken, die 9000 Kilometer entfernt auf einer Inselgruppe im Südatlantik leben. Die Tiere gehören nicht, wie bisher angenommen, unterschiedlichen Schneckenfamilien an, sondern einer einzigen. Sie stammen alle von einem relativ jungen gemeinsamen Vorfahren ab (Nature, Bd. 439, S. 409). Vermutlich haben die Schnecken für die lange Reise über die Weltmeere ein Lufttaxi genommen - sie klebten sich am Gefieder von Vögeln fest.

Einen Selbstreparatur-Mechanismus für Raumschiffe haben Ingenieure an der University of Bristol im Auftrag der ESA entwickelt. Sie füllten feine Faserröhrchen mit den Zutaten eines Zweikomponentenklebers: die einen mit flüssigem Harz, die anderen mit einem Härtungsmittel. Die Röhrchen selbst sind aus leicht brechendem Glas. Beschädigen Temperaturunterschiede oder mit Wucht aufschlagende Staubkörnchen die Außenhaut des Raumschiffs, brechen auch die Fasern - die beiden Komponenten vermischen sich und kleben die kleinen Risse zu, bevor sie größer werden können. Mindestens zehn Jahre soll es allerdings noch dauern, bis das erste Raumschiff mit dem Klebeschutz durchs All fliegt.