Pochiertes Fischfilet an Helgoländer Krebssauce mit Spargel und Champignons, dazu Risi-Bisi und Marktsalate in Chefkochdressing, das Ganze für 1,80 Euro. Das Geheimnis hinter Bremens Aufstieg in den engsten Kreis deutscher Exzellenzuniversitäten (siehe auch Seite 1) verbirgt sich in der Mensa. Chefkoch Peter Riethmüller hat im piekfeinen Parkhotel gelernt, jetzt beglückt er jeden Mittag bis zu 8500 Professoren und Studenten mit seinen Künsten.

In einer Abstimmung des Unicum-Magazins, an der mehr als 30 000 Studierende teilnahmen, landete die Haute Cuisine der Bremer Akademiker mit 4,7 von fünf möglichen Punkten auf Platz eins. In der Kategorie Geschmack übrigens knapp gefolgt von Würzburg, dem zweiten Überraschungssieger im universitären Exzellenzwettbewerb.

Köstlich gefüllter Bauch studiert halt gern. Die Gegenprobe bestätigt die These: Die Küche der auf akademischem Feld gescheiterten Humboldt-Uni hat es auch im Gourmet-Ranking in keiner einzigen Kategorie geschafft, unter die besten 20 zu kommen. Während der Berliner zur Mensa geht, bis er bricht, preist der Bremer seine exzellente Alma Mater - zu Deutsch: die nährende Mutter.