Bin ich denn der Einzige, der hier noch träumt? Jedenfalls: Am Erscheinungstag dieser Zeitung esse ich in der Kantine zu Mittag, verlasse das Büro, gehe zum Hauptbahnhof, bin schon zum Abendessen in der ersten und um Mitternacht in der nächsten europäischen Hauptstadt, verbringe den Freitag auf einem Schiff und die Nacht zum Samstag in einem Expresszug, der unterwegs seine Nummer wechselt, und besteige am Samstag um 9.15 Uhr einen Bus, der mich nach kurzer Fahrt auf diese Insel bringt – und zwar auf einer Straße, die es nur im Winter gibt. Verrückt? Durchaus machbar!

Ich würde durch mein Erscheinen die Einwohnerzahl der Insel um ein sattes Promille erhöhen, würde die Forscher an der Westküste besuchen und würde mir was von Tieren erzählen lassen, die Buteo buteo heißen oder Myoxocephalus quadricornis. Und ich wäre wo? Man wird doch noch träumen dürfen.

Auflösung aus Nr. 4:

Cranberries kommen ursprünglich aus Nordamerika, wurden in Europa im 17. Jahrhundert bekannt und wachsen heute auch auf der holländischen Insel Terschelling. Sie ist die Heimat des Seefahrers Willem Barents (ca. 1550–1597), nach dem die Barentssee nördlich des Nordkaps benannt ist