Worauf waren Sie in diesen Tagen besonders stolz in Österreich?

Dass auch in diesem Land die Leistung eines der größten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts, Sigmund Freud, Anerkennung findet – das Mozart-Jahr ist daher keine Konkurrenz, sondern das Freud-Jahr eine Herausforderung, sich mit Freud, seiner Arbeit und seinen Theorien auseinander zu setzen. Der Prophet gilt – auch im eigenen Land.

Und worüber waren Sie enttäuscht?

Noch bin ich nicht enttäuscht, aber ich würde mich freuen, wenn die Republik im Einklang mit der Stadt Wien Maßnahmen setzt, um das Haus Berggasse 19, in dem Freud lebte und arbeitete und in dem sich heute das Museum befindet, entsprechend zu adaptieren. Vorleistungen privater Sponsoren wurden schon getätigt. Was noch fehlt, sind verbindliche Finanzierungszusagen der öffentlichen Hand. Wien hat Mozart ein entsprechendes Haus geschaffen. Warum nicht auch eins für Freud?